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Ist Ihre Vormelkroutine korrekt? – Teil 2: Konzentrieren wir uns auf die Stimulation!

Ist Ihre Vormelkroutine korrekt? – Teil 2: Konzentrieren wir uns auf die Stimulation!

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Eine korrekte Vormelkroutine setzt die richtige Stimulation zur Freisetzung von Oxytocin bei Kühen voraus. Wie kann das erreicht werden? Hier sind einige Tipps von unserem Team!

Nach dem Überblick, den unser Experte Maciej Dyrka empfiehlt, wie dass das Vormelken ablaufen sollte, beleuchten wir nun einen bestimmten Prozesses: die Stimulation.

Lassen Sie uns zunächst verstehen, was diese Phase ist, und warum sie so wichtig ist. Anschließend gehen wir auf einige relevante Punkte ein, wie die Stimulation Ihrer Kühe verbessert werden kann. Hier ist, was unser Experte empfiehlt:

„Stimulation ist die taktile Reizung der Zitze – entweder von Hand, mit Wasser oder durch Massage. Das bedeutet, dass sie mit dem Berühren der Zitze beginnt und, wenn sie richtig durchgeführt wird, das Gehirn dazu anregt, Oxytocin zu produzieren. Dieses gelangt über den Blutkreislauf ins Euter und ermöglicht letztlich den Zellen, Milch abzugeben.

Eine effiziente Stimulation synchronisiert das Ausmelken der Alveolarmilch (hoch im Eutergewebe) mit der Zisternenmilch (im Euter direkt oberhalb der Zitze), sodass die Kühe sauberer und schneller ausgemolken werden.“

Verbessern Sie die Stimulation: Vermeiden Sie diese Fehler und ihre Folgen

Wir haben Maciej weiter gefragt, welche häufigen Fehler beim Vormelken gemacht werden, in der Hoffnung, dass dies Ihnen hilft, die Wirksamkeit des Prozesses in Ihrem Melkstand zu verbessern!

  • Das Treiben und Anschreien der Kühe beim Eintreten ist der erste Fehler, der vermieden werden sollte. Denn Nervosität führt dazu, dass die Kühe das Stresshormon Cortisol produzieren, das die Wirkung von Oxytocin vorübergehend hemmt. Die Folge: Es gibt in den ersten 2 Minuten keinen guten Spitzenmilchfluss, und die Kuh wird länger gemolken, bis es zum Übermelken kommt – eine weitere potenzielle Gefahr für die Eutergesundheit und das Tierwohl.

  • Ein weiterer Fehler, den Landwirte häufig machen, ist das Nichteinhalten der optimalen Hormon-Bereitstellungs-Zeit von 60–120 Sekunden. Ursachen dafür können Unkenntniss oder eine ungenügende Vormelkroutine sein, oder falsch an die Melker weitergegeben wurde.

    Im Idealfall sollte bei korrekter Stimulation die Alveolarmilch, die 80 % der gesamten gemolkenen Milch ausmacht, direkt nach der Zisternenmilch freigesetzt werden, die 20 % ausmacht.

    Eine falsche Stimulation führt auch zu bimodalen Melkprofilen, Verzögerungen beim Milchfluss, da zwischen den beiden Milchabgaben eine Verzögerung entsteht. Das führt zu längeren Melkzeiten, Stauungen und Ödemen und setzt das Tier dem Risiko einer Mastitis aus.

  • Eine moegliche ideale Reihenfolge beim Melken der Kühe. Unsere Experten empfehlen:

  • Färsen und frisch abgekalbte Kühe – sie haben die niedrigste somatische Zellzahl (SCC) und sind jedoch anfälliger für Infektionen, sollten zuerst gemolken werden, um das Kontaminationsrisiko zu verringern.

  • Hochleistende Kühe – sie produzieren große Milchmengen und benötigen optimale Melkbedingungen.

  • Kühe mit geringerer Leistung – könnten von den hochleistenden Kühen getrennt werden, um eine optimalere Arbeitsroutine zu ermöglichen.

  • Kranke Kühe (mit Mastitis oder anderen Gesundheitsproblemen) – diese sollten zuletzt gemolken werden, um die Ausbreitung von Infektionen auf gesunde Kühe zu verhindern.

    Wenn möglich, sollten kranke Kühe mit separater Ausrüstung oder in einem anderen Bereich gemolken werden, um das Risiko einer Infektion der Herde zu minimieren.

  • Ein weiterer schwerwiegender Fehler ist das Auslassen einiger Schritte, die bereits im vorherigen Blogbeitrag erwähnt wurden, wie das Vormelken der ersten Strahlen und das Reinigen der Zitzenspitze, an der sich die meisten Bakterien befinden.

  • Auch der Einsatz ungeeigneter Hilfsmittel ist eine Gefahr für ein positives Ergebnis der Vormelkphase. Zum Beispiel tragen viele keine Einweghandschuhe oder verwenden sie nicht desinfiziert.  Möglicherweise wird das Einweghandtuch unachtsam bei mehreren Tieren verwendet.

  • Was kann all diese falschen Vorgehensweisen verursachen? Einerseits ein Mangel an Beobachtung, was während des Melkens passiert, und die anschließende Analyse. Andererseits ein Mangel an regelmäßiger Schulung und an der Beseitigung von Melkfehlern.

Warum ist eine wirksame Stimulation die beste Entscheidung?

Viele Melker befürchten, an Kapazität zu verlieren, wenn sie mehr Zeit für die Vorbehandlung aufwenden. Um die Effizienz eines besseren Vormelkens zu belegen, müssen wir die verschiedenen Arbeitsabläufe analysieren: Vorbehandlung, Ansetzen, Kontrolle und Nachbehandlung, Kuhwechsel und Melkzeit.

Die folgende Tabelle zeigt den Einfluss einer längeren Vorbereitungszeit auf die Kapazität anhand der Berechnung von:

  • der „Arbeitszeit“, also der gesamten Zeit für alle Vormelkaktivitäten einschließlich Ansetzen, Kontrolle und Nachbehandlung.

  • der „verfügbaren Arbeitszeit“, bestimmt durch die Anzahl der Kühe (Melkplätze), die ein Melker betreut.

Wenn Kühe besser stimuliert werden, verkürzt sich ihre Maschinenzeit
20 Sekunden intensiver Stimulation durch zusätzliche Massagezeit ermöglichen einen Gewinn von 30 Sekunden, was die Kapazität um 1 bis 2 Kühe pro Stunde erhöht.


Diese Blogbeiträge über das Vormelken, Dank Maciej’s Fachwissen, haben die wesentliche Rolle von Hygiene, Tierfürsorge und Ruhe in einer korrekten Routine hervorgehoben.

Wir hoffen daher, dass Sie sich die wichtigsten Gute Fachliche Praxis und häufigsten Fehler bewusst gemacht haben, damit geteilten Einblicke in das Vormelken und Stimulation dazu beitragen, die Gesundheit Ihrer Herde, die Prozesseffizienz und letztlich die Rentabilität Ihres Betriebs zu verbessern!

 

Und schließlich: Verpassen Sie nicht unseren nächsten Blogbeitrag.

 

milkrite | InterPuls dankt Maciej Dyrka für die Unterstützung